HomeDirigentKritik

 

 


Süddeutsche Zeitung vom 21.10.03
       „Die Magie des Taktstocks“

Das Programm begann mit Slawischen Tänzen von Antonin Dvorak, also mit Populärem. Diese Tänze kennt man gut, aber was Hans Richter aus dem Orchester herausholte, war unerhört. Im äußerst delikaten Musizieren traten Feinheiten der Instrumentation zutage, die man in dieser Deutlichkeit noch nicht gehört hat. Hier (8. Sinfonie von A. Dvorak) zeigte sich Richter als der ganz große Dirigent, spannte große Bögen, vollzog den mächtigen Aufbau der Sinfonie überzeugend nach und war dabei immer auf Transparenz und die Delikatesse des Details bedacht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.03.04
   „Brahms mit dem Urenkel des Uraufführungsdirigenten“

.......Das galt auch für die Sinfonie Nr. 3 F-Dur op 90 von Johannes Brahms. Hans Richter sorgte für eine solide, maßvolle Deutung mit ruhigem Atem, die deutlich auf die Finalwirkung hin ausgerichtet war.

Taunus Zeitung vom 02.03.04
„Ein meisterhafter Interpret für alle Nuancen“

.....Yaroslav Murin (Bratsche) war dem Opus („Lachrymae“ von B. Britten) ein meisterhafter Interpret, der alle eingesetzten klanglichen Nuancen mit Verve beherrschte. Mit klarer und eleganter Zeichengebung führte H.R. die Nordböhmische Philharmonie (Teplitz) zu einer überzeugenden Wiedergabe der dritten Sinfonie von Brahms. Intensiv und mit effektvollem Zugriff gestaltete er den Kopfsatz, sorgte für klangvolle Entfaltung der Holzbläser im melodienreichen Andante, entwickelte großartige und spannungsgeladene Kantabilität im dritten Satz und steigerte das Werk energisch und stringent im Finale, das nicht spektakulär, sondern mit sanften Akkorden der Holzbläser verklingt.

Südkurier vom 26. Oktober 2005
„Temperament, Schwung, Ausdruck“

....Gut disponiert brachten die Ungarischen Sinfoniker Miskolc unter der Leitung von Hans Richter ein interessantes Programm zur Aufführung......Hans Richter, Urenkel des einst so berühmten Dirigenten gleichen Namens, hatte sein Orchester bestens in der Hand......Durchgehend klangschön waren die vielen Soli, packend die rhythmisch ausgefeilten Strukturen, herrlich die vorlauten Posaunenquarten und das Werk ( 9. Sinfonie von D. Schostakowitsch ) insgesamt eine rundum gelungene Interpretation. Das Orchester zeigte sich allen Anforderungen in hohem Tempo und klar differenzierter Dynamik ebenso gewachsen wie in den kammermusikalischen Soloabschnitten.

BBV vom 13. März 2006:
„ Bestechende Tonsprache “

„Hans Richter bürgt für musikalische Qualität. Das bestätigte er jetzt im Städtischen Bühnenhaus (Bocholt), wo er mit seinen Prager Musikern klassische und romantische Werke vorstellte. Im Zeichen der Sinfonie Nr. 3  Es-Dur , op 55 stand der zweite Teil des Abends. Das als „ Eroica “ bekannte Meisterwerk hat L.v. Beethoven als Hommage an den Idealismus der Französischen Revolution aufgefasst.... Saß der erste Satz wegen seiner ausgeklügelten Dynamik und den trefflichen Einsätzen wie ein maßgeschneiderter Anzug, so zog das nachfolgende Adagio des „ Trauermarsches “ mit seinen wehmütigen Linien und dunklen, unheimlichen Streicherläufen in den Bann......Spannungsreich und vielgestaltig wie der erste Satz geriet das innige Finale. Erst nach einer Zugabe ließen die begeisterten Zuhörer die Musiker ziehen .“